
... Strategien für Zukunft und Gesundheit ...
TRADITIONELLE CHINESISCHE MEDIZIN
Erfahren Sie die methodische Tiefe und
breite Anwendbarkeit dieser ganzheitlichen Heilkunst.
Die bekannteste Methode der Chinesische Medizin ist die Akupunktur. Sie gilt als sanfte, minimal invasive Therapie, sowohl für körperliche als auch für mentale dysfunktionale Zustände und wird aufgrund ihrer Wirkung innerhalb der Schmerztherapie sehr geschätzt. Werden Akupunkturpunkte zusätzlich erwärmt, spricht man von Moxibustion.
Bei der Chinesischen Arzneitherapie erfolgt die Behandlung im Wesentlichen mit Rezepturen aus Pflanzenteilen (Wurzeln, Blüten, Rinden, Stengeln und Blättern), anderen organischen Substanzen und Mineralien. Dargereicht wird die Arznei meist in Form von Abkochungen (Dekokten) oder Granulaten, die in Wasser aufgelöst werden.
Eine individuell abgestimmte Ernährung (Diätetik) wurde schon immer als gesundheitsfördernd angesehen. Sie kann den Körper spürbar mit Energie versorgen, Krankheiten vorbeugen oder den Gesundungsprozess unterstürzen. Dabei sollte Essen auch immer für Genus und Lebensfreude sorgen.
Qigong bedeutet soviel wie »Arbeit mit dem Qi« Langsame Bewegungen und das bewusste Lenken der Aufmerksamkeit werden geübt, um so den Körper zu kräftigen, Dysbalancen zu regulieren und den Geist zu entspannen. Als korrekt eingesetzte Atempraxis kann mit Qigong vielen chronischen Krankheiten entgegengewirkt werden.
Mit Tuina, der chinesischen manuellen Therapie werden die Qi- und Blutzirkulation angeregt und Blockaden in den Leitbahnen des Körper aufgelöst. Sensomotorics® nach Beate Hagen, eine sanfte sensomotorische Körpertherapie, ist in Ergänzung zu Tuina äußerst effektiv bei chronischen Muskelspannungen und hat sich als sanfte Schmerztherape ebenso bewährt wie zur seelischen Entspannung.
Die traditionelle Medizin Chinas hat sich vor etwa 2500 Jahren als wissenschaftliches System konstituiert und hat im Verlauf der Zeit eine hoher Reife und außergewöhnlicher Leistungsfähigkeit erreicht.
Die chinesische Medizin hat sich über viele Jahrhunderte unbeeinflusst von anderen Kulturkreisen weiterentwickelt. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts bahnte sich eine Auseinandersetzung mit der westlichen Medizin an. Heute im 21. Jahrhundert beschreibt sie wissenschaftlich fundiert ein regulatives System, in dem Symptome und Befunde geordnet werden, um einen genauen vegetativen Funktionsstatus zu erheben. Chinesische Medizin stellt somit nicht nur ein ganzheitliches System dar, sondern zeichnet sich auch aus durch ihre Breite der Anwendungsmöglichkeiten sowie durch ihre erkenntnistheoretische und gesundheitsphilosophische Tiefe.
Die verschiedene therapeutische Verfahren sind auch als »Säulen der Chinesischen Medizin« bekannt:
Jeder Mensch entwirft im Laufe seines Lebens ein Abbild von seiner Welt und sich selbst, eine »äußere Landkarte« der Faktoren, die ihn und die Entwicklung seines Lebens bestimmen. Dies dient dem Zweck, bestimmte innere Bedürfnisse zu verwirklichen. Sie bilden eine innere Gestalt des Menschen und werden auf einer »inneren Landkarte« abgebildet. Im Yangsheng-Coaching oder in der PTTCM, der Psychotherapie der Chinesischen Medizin, gilt es, Unstimmigkeiten und Konflikt- felder zu ermitteln und zur Sprache zu bringen, um so Möglichkeits- und Lösungsräume zu eröffnen.
Das diagnostische Konzept ist Dreh- und Angelpunkt der chinesischen Medizinpraxis. Es führt zu einer Gruppe von Befindlichkeiten, Zeichen und Symptomen, die über ein systematisches Muster der eingeschalteten regulativen Mechnismen den vegetativen funktionellen Zustand des Patienten spiegeln. Dieser vegetative Status definiert die Abweichung vom individuellen Sollwert des Patienten und wird zur Handlungsanweisung für den Therapeuten.







Eigene Publikationen
Taijiquan - Von der Kampfkunst zur integrativen Körper- und Bewegungstherapie
Die Wandlung des Selbst ...
Eine gesundheitsphilosophische und vergleichende Analyse zwischen Taijiquan und Körper- psychotherapie (Teil 1 u. 2)
Journal für Chinesische Kampf- kunst und Kultur 2018 / 2019
Qigong -
die Lebenskraft nähren
Signal 04/2010
Qigong -
eine psychovegetative
Regulationstherapie
Naturheilpraxis 11/2006
CO.med - Fachmagazin für
Komplementärmedizin 12/2017
Sensomotorische Körperarbeit
im Taijiquan
Taijiquan & Qigong Journal
04/2019, Heft 78
Die Wandlungen des Lebens in den Bewegungsbildern des Taijiquan - Taijiquan als Schlüssel zu Gesundheit, Selbst- und Weltverständnis
Beitrags zu einem Projekt der Europäischen Akademie für biopsychosoziale Gesundheit
2023 ISSN 2940-9586
Analyse und Interpretation der tradierten Symbolik am Beispiel der Bewegungsbilder "Kleines Fasen und Kontrollieren - Xiǎo Qín Ná" - 2026
Analyse und Interpretation der tradierten Symbolik am Beispiel der Bewegungsbilder "Das Wildpferd teilt seine Mähne - Ye Ma Fen Zong" - 2024
Grundlagen ethischen Handelns im China des 12.-16. Jhs.
Aufsatz im Rahmen eines philosophischen Seminars zu Moral und Tugendlehre, 2024

QIGONG & TAIJIQUAN
Körperlich und geistig in Bewegung bleiben
Im westlichen Sprachgebrauch bezeichnet Taiji oftmals körperlich-meditative Übungen. Diese werden beispielsweise zur Entspannung oder aus anderen gesundheitlichen Gründen eingesetzt. Taiji ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Vorbei sind die Zeiten, als die versammelten Schattenboxer im Park belächelt wurden. Seit Dezember 2020 ist Taijiquan als immaterielles Weltkulturerbe bei der UNESCO gelistet. Ein Grund mehr, sich auch mit den philosophischen Hintergründen und den heutigen Anwendungsfeldern der fernöstlichen Praktiken zu beschäftigen.
Innerhalb des Daoismus ist Taiji ein Ausdruck für das höchste Wirkprinzip. Genauer betrachtet, ist das Taiji ein harmonisches Wechselspiel zweier entgegengesetzter Kräfte: Yin und Yang. Ein erfülltes Leben besteht nun darin, die Harmonie dieses Wechselspiels nachzubilden.
Und genau dort setzt auch Taiji an. Es vesucht mit seinen Übungen und Bewegungsbildern, Gegensätzliches zusammenzubringen und dadurch Einheit zu finden - etwas, worum sich Philosophie und ganzheitliche Medizin in ihren jeweiligen Anwendungsfeldern bemühen.
In Verbindung mit persönlichem Coaching bietet Taiji nicht nur einen integrativen und therapeutischen Ansatz für Körper und Geist, sondern auch eine Lebensphilosophie, einen Weg für ein gesundes, ausgeglichenes und zukunftsorientiertes Leben.
Klinische Studien belegen mittlerweile die positive Wirkung von Taijiquan und Qigong. Exemplarisch soll hier nur hingewiesen werden auf
- die Verbesserung des Gleichgewichts,
- die Verbesserung von Koordination und Körperkontrolle,
- verbesserte körperliche und geistige Beweglichkeit, sowie körperlicher, mentaler und kognitiver Funktionen,
- emotional positive und stimmungshebende Wirkung,
- Steigerung von Leistungsfähigkeit und Resilienz,
- u.v.m.
Shen Peishan - Linienhalter des Chen Taijiquan in 20. Generation - vergleicht das menschliche Leben gerne mit einer Seereise, bei der unser Körper wie das Boot ist. Taiji und Qigong sind Methoden, das eigene Boot zu schützen und immer wieder zu erneuern.
Im Konzept der Chinesischen Medizin nehmen Taiji und Qigong eine zentrale Position ein. Zentral deshalb, weil sie sowohl äußere (Körperhaltung, Körperbewegung, Selbstmassage) als auch innere Aspekte (Atmung, Schulung der Vorstellungskraft, Gedankenlenkung, psychische Eu-Regulation) in sich vereinen.
Das Präventionsprogramm »In-Bewegung-bleiben« ist Teil des Yang Sheng Coachings und für jede Altergruppe geeignet. Es führt bei regelmäßiger Übung schon nach wenigen Monaten zu spürbaren Veränderungen und zur Steigerung der Resilienz.
Wilfried Schmidt mit
Chen Peishan, Mai 2019
Präventionsprogramm »In Bewegung bleiben - körperlich und geistig«











